Lubowitz
£ubowice

50° 9′ 41″ N   -   18° 14′ 9″ O

 Ca. 8 km von Ratibor entfernt

 


Eichendorffschule, Postkarte wurde 1910 gedruckt.
 " Einweihung der Eichendorffschule"
Rechts befindet sich das Haus der Familie Weichert. Im Hintergrund ist die Zehntscheuer und
das Haus der Familie Bechtle in der Hochberggasse.
Architekt der Eichendorffschule war Hennings aus Stuttgart. Bauzeit 1908 - 1910.
 

Lubowitz - der Geburtsort Eichendorffs

Adolf Freiherr von Lubowitz aus Deutsch Krawarn (Kravare) im nahen, heute widerrechtlich zu Tschechien gehörenden „Hultschiner Ländchen" heiratete 1784 Karoline v. Kloch und erwarb 1785 von ihren Eltern Lubowitz, das erstmals 1376 als „Albowitz" erwähnt wurde. Lubowitz wurde Wohnsitz der Familie und Mittelpunkt ausgedehnter Besitzungen. Im neu erbauten Schloss wurde am 10.3.1788 Joseph Freiherr von Eichendorff geboren, der mit seinem älteren Bruder Wilhelm - dem späteren Landeshauptmann in Tirol - eine überaus glückliche Kindheit erlebte. Die Betriebsführung des Vaters führte zu Besitzverlusten, und auch Lubowitz musste 1823 zwangsversteigert werden. In der Dichtung Eichendorffs wurde Lubowitz zum Urbild verlorener Heimat. 1852-1945 gehörten Schloss und Gut Lubowitz den Herzögen von Ratibor und Fürsten von Corvey (Kloster Corvey liegt an der Oberweser). Das Schloss wurde um 1860 umgebaut, 1909 die alte Schrotholzkirche abgetragen und der alte Friedhof mit der Gruft der Familie Eichendorff eingeebnet. Erst 1936 wurde auf Betreiben der Eichendorff-Stiftung auf dem Platz der ehemaligen Gruft ein Gedenkstein errichtet. Joseph Freiherr von Eichendorff selbst sowie seine Gattin Luise, geb. von Larisch sind allerdings auf dem Jerusalemer Friedhof in Neisse bestattet. 1939/40 wurde der frühere Festsaal im Schloss Lubowitz zu einer würdigen Eichendorffgedenkstätte ausgebaut. Beim Ausgang des 2. Weltkriegs wurde das Schloss Lubowitz als wichtiger strategischer Punkt durch Artilleriebeschuss zerstört. SA/


Zweisprachig.
Beide Fahnen hängen falsch. Auch die poln. (weiß-rot).

Lubowitz führt seit dem 11. April 2008 zusätzlich den deutschen Ortsnamen Lubowitz. £ubowice ist damit der erste Ort in der Woiwodschaft Schlesien der einen deutschen Ortsnamen führt, gleichzeitig der erste Ort mit deutschem Namen in einer Gemeinde in der sich weniger als 20% der Einwohner zur deutschen Minderheit bekannten.

Am 4. September 2008 um 13:00 Uhr werden die deutschsprachigen Ortsschilder in Anwesenheit des Woiwoden Zygmunt £ukaszczyk feierlich enthüllt