Neiße
Nysa
 50° 29'  N    -   17° 20'  O

1964 - Nobelpreis für Medizin an Konrad Bloch
 

Part of Schedel map, 1493
1493

Fontanna Trytona w Nysie


1700 - 1701

 

"Schöner Brunnen" von Wilhelm Helleweg, 1686 (Münzwerkmeister und Hofschlosser).


 


Tracht

 

Bischofshof a. d. Jesuitenkirche Jesuitenkollegium 1709-1722 Bischofstraße Breslauer Tortüren 15. und 16. Jahrhundert. 
Treppe im Hause Ring 41 - 1818 
Das ehemal. Jesuitenkollegium - die Aula etwa von 1670 Kapellengitter der kath. Pfarrkirche 1608 
Der schöne Brunnen von Helleweg 1686 geschmiedet 
Glöckner- und Waisenhaus 
Alte Häuser Kämmerei, ehem. Wage Kämmereilauben mit der alten Wage 
Ring und Brunnen 
1700 Kath. Pfarrkirche - Schmiedegitter um den Taufstein 1627 
Die Grabtumba des Bischofs Jacob von Salza(+ 1539)

 

21.01.1912: Geb.: Konrad E. Bloch, gestorben am 15.10.2000 in Boston (Massachusetts/ USA), dt.-amerik. Biochemiker, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1964
24.04.1909: Geb.: Bernhard Grzimek, gestorben am 13.03.1987 in Frankfurt a. M. (Deutschland), dt. Zoologe, "Ein Platz für Tiere"
18.06.1881: Geb.: Carl Hoffmann, gestorben am 13.07.1947 in Minden (Deutschland), dt. Filmregisseur und Kameramann, "Das Einmaleins der Liebe", "Versprich mir nichts"
26.11.1857: Gest.: Joseph von Eichendorff, geboren am 10.03.1788, dt. Dichter, "Aus dem Leben eines Taugenichts"
18.07.1650: Gest.: Christoph Scheiner, geboren am 25.07.1575, dt. Mathematiker, Physiker und Astronom, Erfinder des Pantographen

 

Söhne und Töchter der Stadt

Weitere mit Neiße verbundene Persönlichkeiten

 

Christoph Scheiner - Jesuit und Naturwissenschaftler

 

Christoph Scheiner
Christoph Scheiner wurde am 25. Juli 1575 in Markt Wald bei Mindelheim geboren. Über seine Familie und seine Kindheit ist nichts bekannt. Er besuchte zunächst das Jesuitengymnasium in Landsberg am Lech. Ab Mai 1591 war er Schüler des Jesuitengymnasiums in Augsburg, das er als Rhetor abschloss. Am 26. Oktober 1595 trat Scheiner in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in Landsberg ein. Die Priesterweihe empfing er 1609 in Eichstätt. Die letzten Gelübde der Armut, Ehelosigkeit, des Gehorsams und der Papstverpflichtung legte er 1617 in Ingolstadt ab. Sein Philosophiestudium in Ingolstadt und Dillingen schloss er mit dem Magister Artium ab, das Theologiestudium in Ingolstadt mit dem Doktorat. 1610-1617 war er in Ingolstadt Professor für Mathematik und Hebräisch. Er hielt Vorlesungen über Sonnenuhren, über praktische Geometrie, Astronomie und Optik und ein Seminar über das Fernrohr. Auch fallen in diese Zeit seine bedeutendsten literarischen Arbeiten, wenn sie zum Teil auch erst viel später gedruckt wurden. Nach Aufenthalten in Innsbruck, Freiburg im Breisgau und Wien kam Scheiner 1622 nach Neisse in Schlesien, wo am 23. April des darauffolgenden Jahres die Jesuitenniederlassung mit ihm als Hausoberen eröffnet wurde. Nach Aufenthalten in Rom und Wien in den Jahren 1624-1637 kehrte Scheiner nach Neisse zurück, wo er seine letzten 13 Lebensjahre verbrachte. Scheiner starb am 18. Juli 1650 an den Folgen eines Schlaganfalls.

 

Scheiner war ein herausragender Naturwissenschaftler, dessen Leistungen noch heute aktuell sind. Er konstruierte 1603 den Pantografen, ein Zeicheninstrument, mit dessen Hilfe man Linien oder ein Bild in vergrößertem oder verkleinertem Maßstab kopieren kann. Im Turmzimmer der Heilig-Kreuz-Kirche zu Ingolstadt, das ihm als Observatorium diente, beobachtete er 1611 zum ersten Mal die Sonnenflecken und bestimmte die Rotationszeit der Sonne und die ganze Lage ihres Äquators. Er baute Instrumente zur Beobachtung des Weltalls und erstellte 1614 die erste Mondkarte. Er machte zahlreiche Entdeckungen zur physiologischen Optik des Auges, so die Messung des Krümmungsradius der Hornhaut und die Lichtreaktion der Pupille. Er erkannte die Netzhaut als eigentlichen Sitz des Sehens ebenso wie den Vorgang der Akkommodation, der Anpassungsfähigkeit des Auges an die verschiedenen Entfernungen und Lichtverhältnisse. Er beschrieb die Anatomie des Auges. Er erkannte den Grauen Star, entwickelte ein gläsernes Augenmodell und befasste sich mit dem Gesichtswinkel und dem Augendrehpunkt. Der »Scheiner-Versuch« zum Nachweis einer Fehlsichtigkeit wird noch heute in der Augenheilkunde gelehrt.

 

Der Jesuit Christoph Scheiner, der sich ein Leben lang mit der Astronomie beschäftigte und das geozentrische Weltbild vertrat, ist mit Sicherheit einer der berühmtesten unter den einst in Ingolstadt wirkenden Naturwissenschaftlern. Als einfallsreicher Erfinder physikalischer und optischer Instrumente trug er maßgeblich zur Entwicklung der astronomischen Fernrohre bei und wurde als Naturforscher zum Mitbegründer der physiologischen Optik. Als Theologe versuchte er frühzeitig, die neuen Naturwissenschaften mit dem christlichen Weltbild in Einklang zu bringen.

 

Christoph Scheiner - Der Astronom und sein Hauptwerk

Unter dem Titel »Rosa Ursina sive Sol« erschien 1626-1630 in Rom das Hauptwerk Scheiners, in dem er die Sonnenflecken genauestens beschreibt. Neben dem Beobachtungsmaterial zu den Sonnenflecken und den Sonnenphänomenen behandelt er die Frage der Priorität der Sonnenflecken und die Darstellung von Fernrohren und Projektionsmethoden. Und es wird die Optik eines Fernrohres der Optik des Auges gegenübergestellt.

 

Christoph Scheiner mit Fernrohr
Scheiner entdeckte unabhängig von Galileo Galilei die Sonnenflecken.
Er projizierte die Sonnenstrahlen mittels eines von ihm konstruierten Fernrohres, des Heliotrops, auf einen Schirm, so dass er die Sonne deutlich sehen und die Position der Sonnenflecken bestimmen konnte. Scheiner baute 1613 nach den Angaben von Johannes Kepler ein astronomisches Fernrohr, dessen Linsen er selbst geschliffen hatte.
Auch entwickelte er eigene Messverfahren, um zuverlässige Beobachtungsergebnisse zu erzielen. Die Sonnenbeobachtungen machte Scheiner im Turmzimmer der Heilig-Kreuz-Kirche zu Ingolstadt, das er als Sternwarte eingerichtet hatte.

Die Stadt- und Landgemeinde Nysa zählt auf einer Fläche von 217,6 km² rund 60.000 Einwohner und gliedert sich neben dem gleichnamigen Hauptort in folgende Ortsteile:

  • Bia³a Nyska (Bielau)

  • Domaszkowice (Ritterswalde)

  • G³êbinów (Glumpenau)

  • Goœwinowice (Friedenthal-Großgiesmannsdorf; 1939–45: Großgiesmannsdorf)

  • Hajduki Nyskie (Heidau)

  • Hanuszów (Hannsdorf)

  • I³awa (Eilau)

  • Jêdrzychów (Heidersdorf)

  • Kêpnica (Deutsch Kamitz; 1936–45: Hermannstein)

  • Konradowa (Konradsdorf)

  • Koperniki (Köppernig)

  • Kubice (Kaundorf)

  • Lipowa (Lindewiese)

  • Morów (Mohrau)

  • Niwnica (Neunz)

  • Podkamieñ (Steinhübel)

  • Prze³êk (Preiland)

  • Radzikowice (Stephansdorf)

  • Regulice (Rieglitz)

  • Rusocin (Riemertsheide)

  • Sêkowice (Sengwitz)

  • Siestrzechowice (Grunau)

  • Skorochów (Kohlsdorf)

  • Wierzbiêcice (Oppersdorf)

  • Wyszków Œl¹ski (Wischke; 1936–45: Lindendorf)

  • Z³otog³owice (Groß Neundorf)