Fietz, Rosa (Klara)

 

 

 

*         6.01.1905, Nieder-Lindewiese
      15.06.1937, Eggenberg / Graz

 

 

Schriftstellerin. Ordensfrau, Mystikerin

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Klara, mit bürgerlichem Namen Rosa, wurde 1927 Schulschwester bei den Franziskanerinnen in Eggenberg - dem heutigen Stadtteil von Graz. 1932 schloss sie ihr Philosophiestudium in Graz mit der Promotion ab, 1933 wurde sie für das höhere Lehramt zugelassen. Nach strengsten Kasteiungen und aufopferungsvoller Nächstenliebe starb sie schon in jungen Jahren.

Kanonisation: Der Seligsprechungsprozess ist eingeleitet.

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 Im Jahre 1927 legte sie bei den Schulschwestern vom Dritten Orden des hl. Franziskus in Graz die Gelübde ab und erhielt dabei den Namen Klara. 1932 promovierte sie an der Grazer Universität in Philosophie. Ein Jahr später machte sie die Prüfung für das höhere Lehramt. - Bei V. Schauber -H. M. Schindler heißt es über sie: "Innerlich aber lebte sie, unbemerkt von ihrer Umgebung, nur für Gott und unterwarf sich strengsten Abtötungen und Kasteiungen". (In: Bildlexikon der Heiligen... S. 198). Nach ihrem Tode entdeckte man ihre Tagebücher. Diese berichteten über ihr wahres Leben und ihre mystischen Erfahrungen. Unter dem Titel: "Gott lieben, meine einzige Wissenschaft" erschienen ihre Aufzeichnungen und dies in mehreren Übersetzungen. Besonders ihre sudetendeutschen Landsleute verehren sie sehr. Der Seligsprechungsprozeß ist seit 1943 eingeleitet.

Lit.: V. Schauber: Pattloch-Namenstagskalender, Dokumentation H. M. Schindler, Augsburg 1994, 161; - V. Schauber-H. M. Schindler: Bildlexikon der Heiligen, Seligen und Namenspatrone, München 1999, 198; - V. Schauber-H. M. Schindler: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, München 2001, 295.

Ekkart Sauser

Werkeergänzung:

Heldentum der Liebe und des Leidens - Aufzeichnungen der Ehrwürdigen Schulschwester Prof. Dr. M. Klara Fietz über ihr religiöses Innenleben (Zeugnisse von Helden und Heiligen unserer Tage Bd. 1). Mödling bei Wien 1949.

Literaturergänzung:

Alma Motzko, Klara Fietz, eine Begnadete. Mödling b. Wien 1953.

http://www.bautz.de/bbkl/f/fietz_k_r.shtml

Band XXI (2003) Spalten 398-399 Autor: Ekkart Sauser ( BBKL Nordhausen 2003 ISBN 3-88309-110-3 )

Genehmigung des Verlages "bautz" eingeholt!

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http://www.schulschwestern.at/hi_klara.htm

Sie ist mit Sicherheit die bekannteste Schwester unserer Kongregation. Sie hat nicht nur ein heiligmäßiges Leben geführt, sondern war auch eine echte Mystikerin.
Gott hat sie sehr früh aus ihrer Sudetenheimat nach Graz geholt - für das noch nicht 15 Jahre alte Mädchen ein ‚fernes Land', aber sie folgte Seinem Ruf - bedingungslos und sofort.

Genauso bedingungslos und sofort folgte sie von da an jedem weiteren Ruf, der in ihrem späteren Leben durch die Vorgesetzten oder durch ihre Lebensumstände für sie erkennbar wurde:
Da sie sehr begabt war, schickten die Vorgesetzten sie zunächst in die Lehrerinnenbildungsanstalt, nach wenigen Dienstjahren als Volksschullehrerin an die Universität, um eine gut ausgebildete Kraft für das Gymnasium zu erhalten. In kürzester Zeit schloss sie das Studium ab (Deutsch und Geographie). Aber schon nach nur fünf Jahren Lehrtätigkeit brach ihre Gesundheit vollständig zusammen. Eine schon ungefähr 10 Jahre lang ‚arbeitende' TBC war erst erkannt worden, als es viel zu spät war. Sie selber hatte allerdings ihre Krankheit vor aller Welt sorgfältig verborgen - nur den Vorgesetzten und den Ärzten hatte sie immer die Wahrheit gesagt - ohne Glauben zu finden. Sie trug die Verkennung ebenso wie die großen Schmerzen ohne Klage, lächelnd und mit heiterem Gemüt, denn in allem sah sie nichts als den Willen Gottes.
Mehr noch, das Leiden betrachtete sie als besondere Gnade, ja als geheime Auszeichnung von Gott. Damit wollte Sr. Klara von IHM "Liebe erbetteln" für andere Menschen, um Seelen zu retten.
In ihrem geistlichen Tagebuch las man - nach ihrem Tod - mit Staunen:

Unsere Kongregation hat sehr früh den Seligsprechungsprozess eingeleitet. Er ist faktisch abgeschlossen: Der Ruf der Heiligkeit und die Heroizität ihrer Tugenden ist von Rom bereits anerkannt. Was fehlt, ist das anerkannte Wunder.
Was Gott uns und der Welt durch Sr. Klara und ihr Leben sagen und geben will, ist noch nicht ganz aufgearbeitet.
Dass sie ein großes Vorbild ist und einen besonderen Auftrag hatte, steht ohne Zweifel fest. Gottes Wirken ist wunderbar

Genehmigung des Mutterhauses eingeholt.,
Sehr geehrter Herr Peter U. Rathay!
Es hat ein wenig gedauert, bis Ihnen die Schulschwestern von Eggenberg (Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis) auf Ihre Frage bezüglich Urheberrechtsverletzung bei Verwendung von Infos und Fotos von Sr. Dr. Klara Fietz aus unserer Homepage antworten.
Da Sie ja nicht vorhaben aus dem Bild- und Textmaterial kommerziellen Nutzen zu ziehen, sondern nur das Andenken der Schlesier wahren wollen, steht einer solchen Entnahme von Bildern und Texten nichts im Wege.  
P.S.: Ich schreibe auch im Namen der Provinzoberin Sr. Agathe M.. Ich selbst gehöre der Generalleitung an und habe jahrelang im sog. Klarakomitee zur Vorbereitung der Seligsprechung von Sr. Klara Fietz mitgearbeitet. Leider ist der Prozess ins Stocken geraten, aber Sr. Klaras Größe ist davon ja nicht betroffen.
Mit herzlichen Grüßen – Sr. Judith

A-8026 Graz
Georgigasse 84